6
Jan.

“The Woman” - Filmrezension

Erstmal ein kleiner Trailer:

Auf dem Sundance Film Festival 2011 hat “The Woman” schon reichlich für Aufregung gesorgt.

Als Abschluss einer Buch-Trilogie (“Beutezeit”, “Beutegier”, “The Woman”) von Genre-Autor Jack Ketchum (bekannt durch das Buch “Evil”) erzählt “The Woman” (der eigentlich besser “The Women” heissen sollte) von einer kleinen Familie, deren Familienoberhaupt eine wilde Frau einfängt und diese zu domestizieren versucht. Was anfangs noch etwas stupide, in recht wirren Bildern veranschaulicht wird, entwickelt sich schnell zu einer Sozialstudie. Denn ist die wilde Frau auch erstmal eher Tier als Mensch, so dreht sich der Spieß radikal um, wie auch das Bild der Familie, das einem als Zuschauer erst serviert wird.
Schnell ist klar, wer den Ton in der Familie angibt, und wie weh ein Aufbegehren tun kann.

Man darf über den Film nicht zuviel sagen, denn sonst verrät man eine ganze Menge.
Wir waren jedenfalls eben erschüttert, angewidert und dabei extrem gut unterhalten.
Allein Hauptdarstellerin Pollyanna McIntosh ist eine schauspielerische Offenbarung. Wobei man sagen muss, dass der ganze Film überragend besetzt ist! Aber da sollte sich jeder seine Meinung selbst bilden.

Hervorzuheben ist der geniale Soundtrack, der absolut untypisch für einen “Horror”-Film ist. Ausdrücklich sei hier zu sagen, dass “The Woman” kein Horrorfilm an sich ist. Blutig, brutal, extrem unangenehm, mit einer deftigen Brise schwarzem Humor. Aber mehr “Studie” als “Horrorfilm”.

Er hat mich sehr an “The Loved Ones” erinnert, der mich vor einiger Zeit immens überrascht hat und auch ein absoluter Must See für Genre-Fans ist! 

Männer, seid gut zu Euren Frauen.

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