16
Jan.

Privat und offiziell twittern

Der nächste Schritt ist somit getan:
Seit eben gibt es den offiziellen Philipp Wimmer-Twitter-Account @philipp_wimmer, um eine weitere Trennung zwischen ToHeSeLü und dem Schauspieler Herrn Wimmer zu schaffen.

Vielleicht fällt es mir so noch leichter, kreativ-unverfälscht tätig zu sein, ohne ständig Big Brother im Nacken zu haben. Also, den BB, den ich mir selbst durch die Meinung von anderen aufhalse.

Mann, echt seltsam, wie man sich selbst der “Meinungsfreiheit” unterwirft heutzutage. Schrökklisch.

Was wird auf @philipp_wimmer passieren?
Um ehrlich zu sein ist dieser Account nur ein Weiterleitungsmedium für die offizielle Facebook-Seite bzw. ab und an vielleicht ein paar persönliche Statements, die sich aber ausschließlich um meine beruflichen Sachen drehen werden.
Der private Philipp ist und bleibt natürlich der mittlerweile weltbekannte, geliebte und mit Auszeichnungen überschüttete, von den Medien gehypte und von vielen als DER Twitter-Star schlechthin bezeichnete @toheselue.
(*räusper* Bisserl Wahnsinn g`hört doch dazu, oda?!) 

Habe fertig mit diese Eintrag.

8
Jan.

ToHeSeLü, warum hast Du deinen Podcast eingstampft?

Gute Frage, nächste Frage.

Ganz einfach: die letzten Monate meines Podcasts “Ein Mensch wie Du und ich - ToHeSeLü” ging mir der Erzählstoff aus, deshalb wurde ich sehr “beruflich-privat”.
Meine Themen drehten sich eigentlich nur über mich als Schauspieler und vielleicht ab und an über eine Meinung, die ich kundtun wollte. Aber den Stand meiner beruflichen Projekte und was ich allgemein so treibe, das kann man ja super auf meiner Homepage und bei Facebook mitverfolgen. 

Wer mir bei Twitter folgt, der sieht, dass ich mir daraus einen Spaß mache, Gedankenergüsse oft kindischster Natur ins Netz zu blasen und mir dabei kein Blatt vor den Mund nehme. Diese Hemmschwelle konnte ich im Podcast nicht übertreten, denn dort war ich ja zu hören, mit meiner eigenen Stimme.

Be Brave Be Bold - sei mutig und frech - war eigentlich mein Motto für 2011, und wenn man es genau nimmt, dann habe ich mich nicht getraut.
Statt einer offenen Meinung als ToHeSeLü, die ich sowohl im Blog, Twitter als auch im Podcast vertrete, war ich ein Feigling und “nett und lieb”, obwohl ich eigentlich auch eine bitterböse Seite in mir herumschleppe. Diese findet man gern, oft und reichlich in meinem Twitter-Account.

Ich möchte mich nicht mehr anpassen und den Spagat zwischen Beruf und Internetkram mehr ausleben. Deshalb wird ToHeSeLü ab jetzt auch ein neues Logo bekommen, einen neuen Untertitel und ich werde versuchen, eine große Trennung von Beruf und Privatvergnügen vorzunehmen.
Natürlich werde ich hier und auf Twitter auch über meinen Beruf schreiben, da er ja auch mein großes Hobby ist, aber die Öffentlichkeitsperson “Philipp Wimmer” gibt es eher auf der Homepage und bei Facebook (siehe oben).

Nun zum Podcast:
“Gibtst Du nach über 3 Jahren tatsächlich das Podcasten auf?”, wurde ich in den letzten 3 Wochen sehr häufig gefragt.
Als ich vor 18 Tagen meinen “letzten Podcast” auf Audioboo gestellt habe, dachte ich an die ersten Folgen, damals noch bei Podhost gehostet, zurück, sowie an die vielen vielen Podcast- und Blogprojekte, die ich gestartet und einschlafen hab lassen (u.a. “The reActors”, Fünf-Sterne-Fleischer Fleischhauer, Audiobuam, Onkel Tripper, Projekt Hamlet).
Ausserdem kamen mir andere Podcaster in den Sinn, die teilweise im Dreitagesrythmus neue Projekte auf den Markt schmeissen, nur um eine größere Hörerschaft zu gewinnen (und daran scheitern - an dieser Stelle einen ganz besonderen Dank an @tackleman121 und @der_sema, die diese immer wieder finden :) 
In der Podcast-Szene gibt es mittlerweile 4 Lager, die sich immer mehr herauskristallisiert haben, und die die Szene auch ziemlich spalten.
Zu einen die “professionellen” Formate von Großkalibern wie @holgi & @timpritlove, die über Radio- und Medienerfahrung verfügen und eine Qualität aufweisen, die nichts mehr mit dem ursprünglichen Podcasting zu tun hat. Das ganze geht in Richtung “Talkshow”, und viele andere wie @alexwunschel, @mikrodilletanten etc. orientieren sich an diesem Format.
Dann gibt es die “Frechen” wie @der_Bastard und @Fahrenheit404, die sich nichts scheissen und einfach ihre Meinungen ins Netz blasen und damit auch gern anecken. Es ist zum Teil “echt” und “persönlich” auf der anderen Seite eine eigene Kunstform. Vorreiter war wohl “Die Hoppe Show”, die es leider nicht mehr gibt.
Dann haben wir da noch die “Tagebuch”- oder “Private Podcasts”, wie “Schlaflos in München” von @annikrubens, das Frettchen von @uwebaltner und auch den grandiosen Fressefreiheit der @linamadita, die man auch eher zu den “Frechen” zählen sollte. 
Und dann wären da noch die Öffentlich-Rechtlichen, die ihre Sendungsinhalte ins Netz stellen. Tolle Sache, aber auch das würde ich nicht als Podcast bezeichnen.

Klar, es gibt viele viele Unterarten und Kategorien im Podcast-Genre, aber meine Aufteilung ist die oben genannte.

Ich hatte “ToHeSeLü” damals als Comedy- und Personal-Podcast angelegt, dann im Laufe der Zeit immer wieder neu erfunden und irgendwann war es halt ein “Personal Podcast”, in denen Privatperson und Schauspieler Philipp Wimmer über sich und seinen Alltag erzählt hat. Und das birgt Risiken, auf seine ganz eigene Art und Weise, wie ich erfahren musste.

Deshalb habe ich beschlossen, diesen Podcast einzustampfen. Schluss mit dem privat-persönlichen, mit den “Was ich gerade mache und wie es mir dabei geht”-Geschichten.
Back to the roots! 

Seit ich bei Audioboo hoste habe ich oft gehört: “Hä, das ist doch kein Podcast, ein Boo ist ein Boo, aber kein Podcast”. Andere Podcaster, die wie ich Audioboo benutzen, beginnen ihre Folgen immer mit “Herzlich willkommen bei einer neuen Folge hier bei Audioboo” und klammern den “Podcast” aus.
Eigentlich quatsch, denn Audioboo bietet das gleiche, was jeder andere Podcast-Hoster auch bietet, nur bequemer (meiner Meinung nach): ich kann über die Seite Dateien hochladen, ich kann dort gleich die Eintragung in iTunes vollautomatisiert vornehmen lassen, und ich kann unterwegs Folgen ins iPhone sprechen und sofort zu Audioboo hochladen. Ausserdem sieht es schick aus! 
Dass die Podcast-Szene Audioboo nicht als “Podcast-Format” angenommen hat liegt wohl eher an der (eigentlich) geringen Aufnahmezeit von 3-5 Minuten pro “Boo”/”Folge”. Ja, das ist in der Tat nicht so toll, v.a. wenn man viel zu erzählen hat. Glücklicherweise ist/war Audioboo so kulant und hat auf nette Anfrage etlichen Usern mehr Kontingent zur Verfügung gestellt. Ich habe somit 30 Min pro Folge, und das sollte definitiv reichen!! Mehr hört doch eh kein Mensch am Stück!
Also, ich habe einen “Podcast”, den es seit 3 Jahren gibt, der eine gewisse Hörerschaft hat, ich habe etliche Follower bei Twitter, ich habe mit Audioboo einen Hoster, der mir viel Freiheiten gibt und für meine Bedürfnisse absolut perfekt ist.
Aber ich habe keine Inhalte mehr.

Oder?

;-)

Nachdem Audioboo ja nicht als Podcast akzeptiert wird, mache ich auch keinen Podcast mehr.
Aber ihr werdet mich nicht los, definitiv nicht. Dann gibt es halt Audio-Kommentare vom lieben Philipp. Und das in einer anderen Art und Weise, als bisher gewohnt.

Bis es soweit ist, wird noch einige Zeit ins Land gehen.
Viele von Euch waren bereits so cool und haben mir den Satz “Achtung, Achtung: Dies ist kein Podcast” eingesprochen und als Audiofile geschickt!! Wer noch Lust hat, sich in das neue Projekt einzubringen, der darf mir gern was schicken, ich freu mich über jedes Intro (mail@toheselue.com)

Hey, schön, dass Ihr da seid, mir zuhört, hier lest und bei Twitter folgt.
Im Web 2.0 hab ich viel gefunden und erlebt, und das will ich nicht missen.

Euer ToHeSeLü,

zuckersüss und bitterbös 

5
Aug.

Goodbye Facebook, hallo Google+ ?!

Um eins gleich vorweg zu schicken: ich war nie ein grosser Google-Fan.
Natürlich bin ich im Besitz einer Googlemail-Adresse und somit auch Google-accountisiert, aber bis auf den Reader zum Verwalten meiner RSS-Feed und die Suchmaschine bin ich Google-frei.
Bis jetzt.

Man muss schon hinter dem Mond leben, um nichts von Googles Attacke auf Facebook und Twitter mitbekommen zu haben. Das Netzwerk Google+ ist endlich da, steckt noch in den Kinderschuhen und ist noch lange nicht perfekt. Mehr will ich dazu jetzt auch gar nicht sagen.

Seit langer Zeit war ToHeSeLü auch bei Facebook als “Fan-Seite” vertreten, hat sogar eine ganze Zeit lang diesen tumblr-Blog ersetzt.
Mein Audioboo-Podcast, der Twitter-Account, Twitterfeed und und und waren mit dieser FB-Seite verknüpft, immer in der Hoffnung, von Lesern mit Kommentaren bedacht zu werden.
Klar habe ich viele “Freunde” auf FB, die auch “Fan” dieser Seite sind/waren, aber wer sich tatsächlich für den Content, den ich als ToHeSeLü ins Netz blase interessiert, der liest/hört es sowieso (Stichwort RSS).

Bei der Beschäftigung mit Google+ ist mir aufgefallen, dass dort Content etwas überlegter und dosierter verbreitet wird, zumindest derzeit noch, wird sich wohl auch ändern.
Durch die Tatsache, dass ich im Moment alle Inhalte dort selbstständig, ohne Automation via Tumblr oder Audioboo posten muss, überlege ich mir in der Tat, was für meine Circles interessant sein könnte.
Im Fall der Fälle landet eh alles gesammelt auf dem Blog und bei Twitter.

Ich möchte wieder ein Stück weit redaktioneller bzw. Professioneller bloggen, daher wird die Facebook-Fanseite demnächst dicht gemacht und auch meine privaten Kontakte aussortiert.
Ich nutze Facebook derzeit mehr, um mit Kollegen und dem engen Umfeld (zu den Kollegen zähle ich jetzt auch mal Blogger und Podcaster) zu kommunizieren, daher werde ich gut aussortieren.
Wer sich für ToHeSeLü-Content interessiert, ist bei Google+, Blog und Twitter einfach besser aufgehoben.

Twitter hat eh eine Sonderstellung. Dieser Microbloggingdienst ist ein kleines Universum für sich, dort verbreite ich Halbwahrheiten, Gedanken und Infos…allerdings meist mit einem “Filter”, wie in einem überhöhten Poesiealbum, das fremde Menschen mitlesen. Hinter jedem Tweet steckt Wahrheit. Wie viel, das weiss nur ich ;)
Twitter ist (m)eine kleine Bühne, auf der ich mich auskotzen, verlieben, predigen, heulen, lachen, Spaß machen möchte. Und es toll finde, wenn ich es mit Euch teilen kann.

Das Blog “Ein Mensch wie Du und ich” ist nach wie vor mein “Sammelalbum”, in dem ich über mich und Dinge, die ich mag, schreibe.
Hier findet man einfach so gut wie alles über den privaten ToHeSeLü wie auch den beruflichen Philipp.

Facebook ist mein “persönliches XING” (welches ich übrigens kaum nutze) und eine Art Großraumbüro mit Adressbuch- und Messenger-Funktion. Da hat das Web 2.0-Sammelsurium an ToHeSeLü-Skurrilitäten nichts (mehr) verloren.

So, das war’s jetzt mal von mir.
Mich würde aber sehr interessieren, wie Ihr Eure Netzwerke nutzt.
Bin gespannt auf Nachrichten ;)

Lieber Gruss,
Der Philipp




—— Artikel wurde auf meinem iPad erstellt

22
Juni

Meine Twitter-Tools

Ich bin ja auf Twitter sehr aktiv und betreue neben meinem Vorreiter-Account @toheselue noch zahlreiche andere (@kreativ_partner, @babywukkel, @fsffleischhauer, @buehne_spinnrad, @reactors, @audiobuam).

Das erfordert nicht nur eine Menge Zeit und Kreativität, sondern auch eine gute Organisation.
Hier möchte ich Euch mal kurz die Tools vorstellen, die ich regelmäßig auf diversen Plattformen nutze, um am Ball zu bleiben.

iPhone/iPad
Als Twitter-Client benutze ich auf beiden Geräten Osfoora, das nicht nur eine schöne Oberfläche bietet, sondern auch sehr schnell und übersichtlich in der Benutzung ist. Ich habe etliche Clients ausprobiert und komme mit diesem am besten zurecht.

Um einen Überblick über meine Followers in den diversen Accounts zu behalten, habe mich mir auf dem iPhone Birdbrain installiert. Die App bietet sehr gut aufgeschlüsselt eine große Anzahl an Statistiken, sortiert nach Zeitabschnitten.  Hier sehe ich auf einem Blick, wer mich seit dem letzten Birdbrain-Update entfolgt hat bzw. wer mir neu folgt.

Als “Notizbuch” für Tweets, die ich später irgendwann mal schicken möchte, liegt Birdhouse auf dem iPhone vor. Hier kann ich mit einem Launchpad vorgefertigte Tweets an diverse Accounts weitertwittern. Eignet sich vor allem für Veranstaltungstweets oder Hinweise auf bevorstehende Ereignisse, die man auf Twitter teilen möchte.

Mac
Als einzigen Client nutze ich Tweetie, das leider nach der Übernahme durch Twitter nicht mehr weiterentwickelt wird. Das nette Programm ist schnell, super in der Bedienung und sehr übersichtlich. Es hat keinen überbordenden Schnickschnack, und zeigt v.a. die eigenen Tweets farblich hervorgehoben, was mir bei der offiziellen Twitter-App fehlt.
Schade, das atebits den Kampf gegen Twitter verloren hat. Denn Tweetie war/ist wirklich ein kleines Juwel.

Neu auf meinem iMac befinden sich die Apps Bird Bell und unfollowForTwitter.
Bird Bell ist eine kleine Notification-App, die auch mit Growl kompatibel ist und mir zeigt, wer mir gerade neu folgt bzw. mich entfolgt hat sowie welche meiner Tweets gerade auf Favstar markiert bzw. retweetet wurden. Das ist recht nützlich, da mir das Tweetie leider nicht anzeigt.
unfollowForTwitter hat seine Funktion schon im Titel. Ich kann über diverse Parameter, z.B. wann hat Twitter-User X seinen letzten Tweet geschrieben oder “wem folge ich, aber wer folgt nicht zurück” schnell und effektiv Twitter-Account entfolgen, die meine Timeline zuschütten mit Dingen, die mich nicht interessieren. Oft schleppt man ja solche “Karteileichen” mit sich rum und vergisst ganz einfach, den kleinen Button “unfollow” zu drücken. Sehr schön ist, dass man das in der App auch als Massenaktion machen kann.

Twitter ist eine feine Sache, deren Zweck und Sinn sich erst nach und nach erschließt, aber als Pool für Nachrichten und Informationen ist es nach wie vor unübertroffen.
Zwar ist ist eine gute Pflege seines/seiner Account(s) wichtig, um nicht im Informationspool sprichwörtlich unterzugehen, aber es macht auch Spaß, sich durch die kleinen Texthäppchen zu wursteln :)

Ich möchte es definitiv nicht mehr missen.
 

2
Juni

Ein Film von Bjön Eichstaedt über Twitter.